Es gibt eine Idee, die mir schon seit Jahren immer mal wieder durch den Kopf schwirrt. Die unzähligen Urlaube im Riesengebirge haben gezeigt, dass es zwei Wanderungen gibt, welche sich als Favoriten herausgestellt haben: Schneekoppe und Elbquelle. Wenn man in Spindlermühle startet bedeutet dies, vom Bergkamm an der Spindlerbaude entweder nach Osten zur Schneekoppe oder nach Westen zur Elbquelle zu gehen. Beide Touren sind, wenn man die Tour wieder in Spindlermühle enden lässt ca 20km. lang – also klassische Tagestouren.
Die Frage, die mich schon länger beschäftigt war, ob man nicht beide Ziele zu einer großen Tour kombinieren kann? Idealerweise ohne mit dem Linienbus zur Spindlerbaude auf den Bergkamm zu fahren und von dort zu starten. Der Plan sah somit vor, über den Ortsteil St. Peter zur Schneekoppe zu laufen. Von der Schneekoppe dann über den Bergkamm bis zur Schneegrubenbaude. Von dort dann weiter zur Elbquelle. Von der Elbquelle über Elbfallbaude zurück nach Spindlermühle. Laut GPS-Planer müsste diese Tour ca 40km lang sein.
Da wegen der geplanten Länge der Tour kein Mitwanderer zu begeistern war stand mal wieder eine Solotour an.
Somit ging es um halb 7 in Spindlermühle los. Zum Start stand auch gleich der größte Anstieg bevor. Durch den Ortsteil St. Peter ging es stetig nach oben in Richtung Wiesenbaude. Nach knapp 2h waren dann auch die ersten 700Hm geschafft und die Wiesenbaude in Sichtweite. Hier waren nun ach die ersten anderen Wanderer zu sehen. Mit der herrlichen morgendlichen Stille war es somit vorbei.

Blick zurück nach Spindlermühle

morgendlicher Sonnenschein

morgendlicher Sonnenscheion

die Wiesenbaude voraus

Über die hölzernen Brücken ging es weiter durch das Moorgebiet in Richtung Schneekoppe. 

Die Schneekoppe selber war bisher leider nur zu erahnen, da noch komplett in den Wolken. Am Fuss der Schneekoppe fiel die Wahl auf den kurzen steilen Aufstieg anstatt die längere Variante entlang der Strasse. Während des Aufstieges fegte der Wind wie so oft über die Flanken der Schneekoppe. Allerdings ist dies meist auch ein gutes Zeichen dafür, das der Wind die vorhandenen Wolken noch weg weht und die Sonne noch raus kommt. Auf der Schneekoppe angekommen wurde eine kurze Pause eingelegt und ein heißes Getränk im Imbiss bestellt. In dieser Zeit riss der Himmel dann auch auf und man konnte die untenliegenden Wege und Bauden sehen.

die Schneekoppe noch in den Wolken

Der Nebel verzieht sich …

… mehr und mehr …

… und dann ganz.

Nach dem Abstieg von der Schneekoppe geht es im Prinzip stetig auf dem Kammweg weiter bis hin zur Elbquelle. In Summe etwa 15-20km.



Nach einem Viertel des Weges passiert man die Mittagssteine, welche stets eine gute Lokation für eine kleine Pause sind. Dieses Mal ist die Pause jedoch recht kurz ausgefallen, da eine Wandergruppe Italiener ankam, welche den Lautstärkepegel arg nach oben trieb.


Der Weg führt nun weiter den Bergkamm entlang und erreicht als nächstes Die Spindlerbaude. Die ersten 20km sind hier ziemlich genau um und da es kurz nach 12Uhr ist wird die Chance genutzt und für eine Gulaschsuppe in die Spindlerbaude eingekehrt.


Gestärkt geht es auf den zweiten Teil der Wanderung.


Vorbei an den Vatersteinen


Als nächstes taucht dann die Schneegrubenbaude am Horizont auf. Ab da ist es dann auch nicht mehr weit bis zur Elbquelle.


Nach dem Passieren der Schneegrubenbaude geht es in einer knappen halben Stunde über die Ebene zur Elbquelle.


Nachdem das Ziel erreicht war galt es nur noch den Rückweg nach Spindlermühle anzutreten. Dieser führte über die Elbfallbaude sowie den Weg am Elbfall vorbei, was noch einmal etwa über 10km sind. Direkt nach der Elbfallbaude ist der Weg zunächst etwas anstrengend, da es recht steil bergab geht, was nach so vielen Kilometer dann doch schon ordentlich auf die Beine geht. Der Weg flacht dann aber bald ab und führt mehr oder weniger entlang der Elbe  ohne größer Gefälle bzw. Anstiege nach Spindlermühle.

Zwischen 17 und 18Uhr endete die Tour dann wieder im Ortskern von Spindlermühle.